Fragen und
Antworten

Antworten auf häufig an uns herangetragene Fragen haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Sollten Sie weitere Fragen zu unserer Arbeit haben, wenden Sie sich per Mail oder telefonisch an uns.

Wen berät die MBR?

Als MBR bieten wir grundsätzlich allen Menschen in Berlin Beratung und Unterstützung an, die etwas gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus oder Antisemitismus in ihrem beruflichen oder privaten Kontext tun wollen. Sie können sich sowohl als Einzelperson als auch im Namen von Gruppen, Organisationen oder Institutionen an uns wenden.

Wir beraten z.B. Landes- und Bezirkspolitiker_innen, Verwaltungen, Soziale Einrichtungen, Unternehmen und Gewerkschaften, Vereine und Verbände, Religionsgemeinschaften, Gedenkstätten, Theater, Museen, Schulen und zivilgesellschaftliche Bündnisse. Hier geht‘s zur Website von Berlin gegen Nazis.

Eine Übersicht zu den verschiedenen Beratungsfeldern finden Sie hier.

 

In welchen Fällen kann ich mich an die MBR wenden?

Wir beraten bei konkreten rechtsextremen, rechtspopulistischen, rassistischen und antisemitischen Herausforderungen, in welcher Erscheinungsform sie auch auftreten, sowohl im privaten wie im beruflichen Umfeld.

Ob z.B. rechtsextreme Propaganda in Ihrem Kiez zunimmt und Sie etwas dagegen tun wollen, ob ihr Verein aufgrund seines Einsatzes für Menschenrechte angefeindet wird, oder ob Sie Sorge haben, dass Ihre Diskussionsveranstaltung von Antisemit_innen oder Rechtsextremen gestört wird – wir kommen zu Ihnen und unterstützen Sie darin, handlungssicherer zu werden.

Sie sind sich nicht sicher, ob ein Vorfall einen rechtsextremen Hintergrund hat? Wir helfen gerne bei der Einschätzung. Es ist zwar noch gar nichts vorgefallen, aber Sie rechnen damit? Wir geben Tipps, wie Sie sich vorbereiten können.

Einige Beratungsbeispiele haben wir hier zusammengestellt.

Wie läuft die Beratung bei der MBR ab?

In der Regel beginnt ein Beratungsprozess mit Ihrem Anruf oder Ihrer E-Mail an uns. Wir nehmen Ihr Anliegen auf und stellen ggf. Rückfragen, um möglichst genau zu verstehen, worum es Ihnen geht und wie wir Sie unterstützen können.

Bei dringenden Problemen oder Fragen geben wir Ihnen erste Hinweise schon am Telefon oder sofort per Mail.

Üblicherweise verabreden wir dann ein Erstgespräch mit zwei Berater_innen aus unserem Team. Im Gespräch geht es dann um eine gemeinsame Problemanalyse und um die Klärung, was Sie brauchen und wie wir Sie unterstützen können. Der weitere Verlauf einer Beratung kann je nach Ergebnis sehr unterschiedlich aussehen. In jedem Fall werden die nächsten Schritte am Ende des Gesprächs gemeinsam festgelegt.

Eine detailliertere Beschreibung zu den Grundsätzen unserer Beratungsarbeit finden Sie hier.

Was heißt „mobil“?

Unsere Beratung ist „mobil“, weil sie immer an den konkreten Problemlagen und Bedarfen vor Ort ansetzt. „Mobil“ heißt auch, dass unsere Kolleg_innen, falls gewünscht, bei Ihnen vorbeikommen. Ist das nicht möglich oder gewünscht, vereinbaren wir auch gerne einen Termin in unseren Räumlichkeiten in der Gleimstraße 31 in Berlin Prenzlauer Berg. Auch bei Umfang und Dauer des Beratungsprozesses richten wir uns nach Ihnen. Grundsätzlich gilt: Keine Beratung ist wie die andere!

Mehr Informationen zur Arbeitsweise der MBR finden Sie hier

Ist die Beratung vertraulich?

Vertraulichkeit ist ein grundsätzliches Prinzip unserer Beratung. Was Sie uns mitteilen, bleibt im Kreis der MBR-Kolleg_innen. Wir geben Ihre Informationen nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weiter.

Mehr Informationen zur Arbeitsweise der MBR finden Sie hier

Ist die Beratung kostenlos?

Ja, die Beratung der MBR ist für Sie kostenlos. Unsere Arbeit wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie.Vielfalt.Respekt. In Berlin – Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung sowie durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ja, die Beratung der MBR ist für Sie kostenlos. Unsere Arbeit wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie.Vielfalt.Respekt. – Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung sowie durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Ist die MBR nur für Berlin_innen ansprechbar?

Ja, grundsätzlich richtet sich unser Angebot an alle Berliner_innen. Auch für bundesweite Organisationen, Vereine, Verbände oder Unternehmen, die ihren Sitz in Berlin haben, sind wir ansprechbar. Mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus gibt es aber in jedem Bundesland, sodass Sie auch außerhalb von Berlin kompetente Unterstützung finden. Unsere Kolleg_innen aus dem Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB) arbeiten nach den gleichen Grundsätzen wie wir und begleiten Sie gerne direkt vor Ort. Wir helfen gern bei der Vermittlung und stellen einen Kontakt her.

Auf den Seiten des BMB finden Sie Informationen zum bundesweiten Netzwerk Mobiler Beratungsteams sowie zu den regionalen Anlaufstellen.

Ich bin Opfer rechtsextremer, rassistischer oder antisemitischer Gewalt geworden. Kann ich mich an die MBR wenden?

Wir lassen Sie in keinem Fall alleine und können in einem telefonischen Erstgespräch Unterstützung bieten. Für die weitere Beratung und Begleitung sind die Kolleg_innen der Betroffenen-/Opferberatungsstellen die richtige Adresse. In Berlin sind das:

ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
Beusselstr. 35 (Hinterhaus), 10553 Berlin
Telefon: 030 695 683 39
Email: info@reachoutberlin.de
Webseite: https://www.reachoutberlin.de

OFEK – Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung
Telefon: 030 – 61 08 04 58
Tel. Hotline: Mo 16–18, Di 10–12, Mi 12–14
Mobil: 0176 45 87 55 32
Email: beratung@zwst-kompetenzzentrum.de
Webseite: https://zwst-kompetenzzentrum.de/ofek

Ich möchte einen rechtsextremen oder anderweitig diskriminierenden Vorfall melden, bin ich bei der MBR richtig?

Für die Dokumentation solcher Vorfälle sind in Berlin die Berliner Register sowie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS Berlin) zuständig. Wollen Sie über die Dokumentation hinaus handlungssicherer im Umgang mit einer konkreten rechtsextremen, rechtspopulistischen, rassistischen oder antisemitischen Problemlage werden, sind wir als MBR die richtige Anlaufstelle.

Die Berliner Register sind Dokumentationsstellen von rassistischen, antisemitischen, LGBTIQ*-feindlichen, antiziganistischen, rechtsextremen, antimuslimischen, anti-schwarzen, den Nationalsozialismus verharmlosenden, behindertenfeindlichen und sozialchauvinistisch motivierten Vorfällen, die sich in den Berliner Stadtbezirken ereignen. Im Register werden solche Vorfälle gesammelt, ausgewertet und auch veröffentlicht.
E-Mail: info@berliner-register.de
Webseite: https://berliner-register.de

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS Berlin), ein Schwesterprojekt der MBR, dokumentiert seit 2015 antisemitische Vorfälle in Berlin.
RIAS Berlin hat in Kooperation mit jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen ein Meldesystem für antisemitische Vorfälle in Berlin aufgebaut. Meldungen werden analysiert und eigene Recherchen systematisiert. Sie dienen als Grundlage für qualitative Einschätzungen.
E-Mail: info@report-antisemitism.de
Telefon: 01521 336 21 98 oder 030 – 817 985 821
Antisemitische Vorfälle können hier gemeldet werden:
https://www.report-antisemitism.de/#/de/report

In meinem Umfeld gibt es ein Problem mit Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus oder Antisemitismus: Kümmert sich die MBR darum?

Zunächst einmal ist es gut, wenn Sie über das Problem informieren. Sollte es außerdem in Ihrem Interesse sein, dieses Problem anzugehen und aktiv zu werden, werden wir Sie gerne unterstützen, sei es durch Beratung, Hintergrundinformationen oder fachliche Einschätzung.

Als MBR können wir allerdings das Engagement der Betroffenen vor Ort oder ggf. ein Behördenhandeln nicht ersetzen und werden prinzipiell vor Ort nicht unmittelbar selbst aktiv. Wir unterstützen Ratsuchende bei allen Problemlagen und Anliegen, die im Bereich unserer inhaltlichen Expertise und Aufgaben liegen.

Wir protestieren gegen Rechtsextremismus und Rassismus – beteiligt sich die MBR an unserer Aktion oder unterstützt unseren Aufruf oder unsere Petition?

Wir unterstützen Sie gerne mit konzeptioneller Beratung, Hintergrundinformationen, fachlichen Einschätzungen oder Workshops. Als Beratungsprojekt ist die MBR keine Akteurin, daher beteiligen wir uns nicht an Aktionen. In Ausnahmefällen kann der Trägerverein der MBR – der Verein für demokratische Kultur e.V. (VDK) – Petitionen unterschreiben oder mitinitiieren.

Wen schult die MBR? Für welche Zielgruppen bietet die MBR Workshops an?

Wir bieten im Kontext einer Beratung Workshops, Seminare und Fortbildungen an. Organisationen, Vereine, Initiativen, Teams, Unternehmen und Verbände, die während eines Beratungsprozesses einen weitergehenden Fortbildungs- oder Qualifizierungsbedarf erkennen, können von uns passgenaue Schulungen in Anspruch nehmen. Erkenntnisse, Hinweise und Fragen, die sich aus Seminaren und Workshops ergeben, fließen wiederum in unsere Beratungsprozesse ein.

Als MBR schulen wir in erster Linie Multiplikator_innen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen sowie demokratisch Engagierte. Wichtig für das Gelingen sind Interesse, eine gewisse Einsicht in die Notwendigkeit vonseiten der Teilnehmenden sowie eine Beschäftigung mit den Inhalten auch über den Workshop hinaus.

Ein Beispiel für eine Fortbildung im Rahmen eines Beratungsprozesses finden Sie hier.

Bietet die MBR Workshops für Schulklassen oder Projekttage an Schulen an?

Nein, nur in sehr seltenen Ausnahmefällen. Unsere Kernaufgabe besteht in der Beratung, und im Zuge solcher Beratungen schulen wir auch Multiplikator_innen und Engagierte.

In Berlin gibt es aber eine Vielzahl an Angeboten für Schulklassen und Schüler_innen, sowohl vonseiten senatsgeförderter Projekte als auch von freiberuflichen Pädagog_innen und Trainer_innen. Hier finden sich auch Angebote, die passgenau auf die unterschiedlichen Altersgruppen ausgerichtet sind. Im Berliner Landesprogramm können Sie diese Bildungsangebote finden. Falls Sie Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Angebot benötigen, helfen wir gern!

Ist es möglich, die Arbeit der MBR durch eine Spende zu unterstützen?

Spenden kann unser Trägerverein – der Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) – entgegennehmen. Für mehr finanzielle Unabhängigkeit und eine klare politische Positionierung brauchen wir Ihre Unterstützung. Bitte spenden Sie unter dem Stichwort „Demokratiearbeit“ oder „Unterstützung des VDK“!

VDK e.V.
IBAN DE10 1002 0500 0003 2196 01
BIC BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft

Der VDK e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, schreiben Sie bitte eine Mail an geschaeftsfuehrung@vdk-berlin.de.

Kann ich mich bei der MBR ehrenamtlich engagieren?

Wir begrüßen jedes Engagement für demokratische Alltagskultur, aber bei der MBR ist ehrenamtliche Mitarbeit nicht möglich. Wenn Sie gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus aktiv werden wollen, empfehlen wir Ihnen unser Schwesterprojekt Berlin gegen Nazis als Anlaufstelle.
Berlin gegen Nazis vernetzt seit 2014 entstehende und bestehende Initiativen und Bündnisse für gemeinsame (Protest-)Aktionen bei rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Versammlungen.

Hier geht‘s zur Website von Berlin gegen Nazis.