Qualifikation &
Schlüsselkompetenzen

Unser Team besteht aus 15 Kolleg_innen in Teil- und Vollzeitstellen. Darunter befinden sich Berater_innen mit Abschlüssen in Politikwissenschaft, Gender Studies, Geschichte, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Sozialer Arbeit.

Bei der Zusammenstellung des Teams wurden bewusst komplementäre Bildungs- und Erfahrungsprofile gewählt, um den breiten Kompetenzen und Qualifikationen zu entsprechen, die für die Arbeit notwendig sind. Dadurch ist die MBR für die vielfältigen Herausforderungen des urbanen Raums inhaltlich und methodisch professionell aufgestellt. Auf die einzelnen Berliner Bezirke sind jeweils Kolleg_innen spezialisiert.

Das MBR-Team steht jederzeit im engen fachlichen Austausch mit den Beratungsstellen der anderen Bundesländer. Die MBR bezieht also nicht nur Ansätze unterschiedlicher Fachgebiete ein, sie entwickelt die Konzepte auch im länderübergreifenden Austausch mit anderen Beratungsstellen weiter.

die Geschichte
der MBR

Mobil und standhaft.
20 Jahre MBR.

Rechtsextreme trugen noch meist Springerstiefel, der Mauerfall hatte gerade erst zur Neugliederung der Berliner Bezirke geführt, und das Wort Rassismus wurde in der öffentlichen Diskussion noch tunlichst vermieden: 2001 scheint lange her.

In ebendiesem Jahr nahm die MBR ihre Arbeit auf. Das Jahr markiert zudem einen Wendepunkt in der staatlich finanzierten Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit: Weg von einer allzu verständnisvollen Orientierung auf die rechten Täter_innen, geistigen Brandstifter_innen und Feind_innen der Demokratie – hin zur Unterstützung all derjenigen, die etwas dagegen tun wollen.

Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsideologien entstehen seit jeher nicht an „Rändern“ der Gesellschaft, sie entstehen in ihrer Mitte. Daher folgt auch unsere Arbeit der Überzeugung, dass die Gefahr von rechts immer nur so groß werden kann, wie wir alle das zulassen. Die Räume dafür sind gerade in einer Stadt wie Berlin vielfältig und überall in der Stadt, in all ihren Ecken und Winkeln, vorhanden, und auch und gerade den vermeintlich kleinen Aktivitäten und Aktionen im Alltag und in der Zivilgesellschaft kommt große, ja entscheidende Bedeutung zu.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir viele tausend Berliner_innen beraten und begleitet, vernetzt und fortgebildet, einerseits ausgerichtet an ihren Bedarfen und Problemlagen und andererseits an unserem eigenen Ansatz „Wahrnehmen – Deuten – Handeln“. Das gemeinsame Ziel: unsere Arbeit ist dann erfolgreich, wenn wir Menschen dabei unterstützen, selbst handlungs- und sprechsicherer zu werden. Unsere „Erfolge“ sind also aufseiten der Beratungsnehmenden.

So arbeiten wir seit 20 Jahren letztlich daran, dass unsere Arbeit überflüssig wird. Allein: rechte Anfeindungen der Zivilgesellschaft in den Parlamenten, eine enthemmte Mitte, die gemeinsam mit Rechtsextremen demonstriert, eine unaufgeklärte Angriffsserie in Neukölln – der Einsatz für eine demokratische Kultur ist 2021 unverändert notwendig.

Freie Stellen
& Praktika

Praktikum bei der MBR

Wir suchen ab dem 9. Januar 2023 eine_n neue_n Praktikant_in (d/w/m/x)!

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) ist seit 2001 Anlaufstelle für alle, die bei konkreten rechtsextremen, rechtspopulistischen, rassistischen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Vorfällen sprech- und handlungssicherer werden wollen, ob im beruflichen oder im privaten Kontext. Wir entwickeln mit den Beratungsnehmenden vor Ort situationsbezogene und passgenaue Handlungsstrategien – auch langfristig und präventiv.

Ab dem 9. Januar 2023 bieten wir einen Praktikumsplatz an.

Das Praktikum dauert in der Regel drei Monate (nach Absprache auch länger, wenn die Studienordnung es verlangt). Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 bis 40 Stunden. Leider können wir das Praktikum nicht vergüten.

 

Wir bieten:

  • Einblicke in die Beratungsarbeit und die Entwicklung passgenauer Handlungsstrategien zur Bekämpfung rechtsextremer, rechtspopulistischer, rassistischer, antisemitischer oder verschwörungsideologischer Vorfälle im Sozialraum,
  • Eine umfassende und praxisbezogene Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen zu Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus,
    Antisemitismus und Verschwörungsideologien,
  • Die Teilnahme an Fortbildungen, die die MBR durchführt, sowie an thematisch passenden Tagungen und Veranstaltungen anderer Akteure_innen,
  • Ein abwechslungsreiches Praktikum mit vielfältigen Aufgaben und die Einbindung in ein interdisziplinär aufgestelltes und engagiertes Team.

 

Ihre Aufgaben:

  • Sie recherchieren eigenständig Hintergrundinformationen zu aktuellen Themen, stellen Informationen für Vorträge, Fachgespräche und Beratungen zusammen.
  • Sie unterstützen die Berater_innen bei der Durchführung und Konzeption von individuell zugeschnittenen Fortbildungen und Workshops.
  • Sie begleiten die erfahrenen Kolleg_innen zu Beratungsterminen und nehmen an deren Vor- und Nachbereitung teil.
  • Sie erstellen täglich eine Presseschau für das Team zu den relevanten Themenbereichen.

 

Voraussetzungen:

  • Sie sind während des gesamten Praktikumszeitraums immatrikuliert.
  • Sie haben in Ihrem Studium einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit den für uns relevanten Themen gelegt.
  • Sie beherrschen den sicheren Umgang mit gängigen Videokonferenzplattformen (Zoom, Jitsi, Big Blue Button) sowie Textverarbeitungsprogrammen.

 

Bitte beachten: Aufgrund der aktuellen Covid-19-Präventionsmaßnahmen sind unsere Arbeitsplätze im Büro derzeit begrenzt, daher muss teilweise von zu Hause aus gearbeitet werden.

Sie fühlen sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 11.11.2022. Bitte schicken Sie uns Ihre vollständigen Unterlagen in einer PDF-Datei (Motivationsschreiben, Lebenslauf Immatrikulationsbescheinigung, max. 5 MB) an folgende Mailadresse: praktikum@mbr-berlin.de.

 

People of Color, Migrant_innen und Menschen mit Behinderung werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt ausgewählt.
Unsere Büroräume sind barrierefrei zugänglich.

Ausschreibung Praktikum (PDF)

 

Trägerverein &
Partnerprojekte

Für eine menschenrechtsorientierte demokratische Kultur in Berlin

Erfolgreiche und auf Dauer ausgerichtete Projekte sind ohne einen starken Verein nicht denkbar. Der Trägerverein der MBR, der Verein für Demokratische Kultur in Berlin – Initiative für urbane Demokratieentwicklung (VDK) e.V., wurde im August 2003 von Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen gegründet. Leitgedanke des VDK e.V. ist eine menschenrechtsorientierte demokratische Kultur als grundlegender Gegenentwurf zu Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen. Das demokratische Engagement der VDK-Projekte MBR, RIAS Berlin, Berlin gegen Nazis und Regishut zeigt sich sowohl in ihrer alltäglichen praktischen Arbeit vor Ort als auch in ihrem wertvollen Beitrag zum politischen Diskurs über den Umgang mit Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus. Die von den Projekten entwickelten Standards haben in diesem spannungsreichen Themenfeld vor Ort und auf Landesebene häufig Signalcharakter. Der VDK e.V. unterstützt seine langjährigen Projekte und setzt damit ein unerlässliches politisches Signal für ein solidarisches, engagiertes und menschenrechtsorientiertes Miteinander in Berlin.

Für mehr finanzielle Unabhängigkeit und klare politische Positionierungen brauchen wir Ihre Unterstützung. Bitte spenden Sie unter dem Stichwort „Demokratiearbeit“ oder „Unterstützung des VDK“!

Direkt online Spenden

Oder als Überweisung
VDK e.V.
IBAN: DE10100205000003219601
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, schreiben Sie uns eine Mail.

 

Vorstand
Timo Reinfrank | Dr. Catharina Schmalstieg

Geschäftsführerin
Bianca Klose

Trägerverein

Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V.

Der Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) ist Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), der Plattform Berlin gegen Nazis, der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) und des Modellprojekts Regishut – Sensibilisierung zu Antisemitismus in der Berliner Polizei.

Partnerprojekte

 

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) wurde 2015 als bundesweit erste zivilgesellschaftliche Anlaufstelle für Betroffene von Antisemitismus ins Leben gerufen. Seitdem hat RIAS Berlin ein stadtweites Meldenetzwerk für antisemitische Vorfälle aufgebaut. Mit Hilfe des Portals report-antisemitism.de und der Meldenummer 0152 13 36 21 98 können antisemitische Vorfälle direkt niedrigschwellig an das Projekt gemeldet werden. Die Dokumentation und Auswertung der antisemitischen Vorfälle ermöglichen es, Politik und Öffentlichkeit auf Antisemitismus aufmerksam zu machen und Polizei, Justiz sowie Verwaltung für aktuelle Erscheinungsformen zu sensibilisieren und Ansatzpunkte für zivilgesellschaftliches Handeln zu erschließen.

Berlin gegen Nazis bietet zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in der Stadt eine Plattform: die Social Media Kanäle und die GEGEN NAZIS App informieren verlässlich rund um rechtsextreme, rassistische und antisemitische Versammlungen und machen die vielfältigen Gegenproteste sowie entschiedenen Positionierungen sichtbar. Das breite Berlin gegen Nazis Partner_innennetzwerk aus Kultur, Verbänden und Wirtschaft ermöglicht eine nachhaltige Positionierung sowohl nach innen als auch nach außen und vernetzt die Akteure in dieser Stadt für ein gemeinsames Engagement.
https://berlin-gegen-nazis.de/

Das Modellprojekt Regishut – Sensibilisierung zu Antisemitismus in der Berliner Polizei hat es sich zur Aufgabe gemacht, Angehörige der Landespolizei zu aktuellen Erscheinungsformen von Judenfeindschaft fortzubilden und sie für die Situation von Personen und Einrichtungen, die von antisemitischen Angriffen bedroht und betroffen sind, zu sensibilisieren. Gemeinsames Ziel ist es, die Verfolgung antisemitischer Straftaten zu verbessern und den Schutz für Betroffene zu erhöhen.
regishut@vdk-berlin.de

 

Kooperationsprojekt

Das Projekt „entschwört.“ bietet Angehörigen des familiären Umfeldes von verschwörungsgläubigen Personen Einzelfallberatungen an sowie Beratungen von Fachkräften (z.B. in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe). In Kooperation mit der MBR werden Vorträge und Workshops sowie Fortbildungen zum Umgang mit verschwörungsgläubigen Personen für Fachkräfte und Multiplikator_innen der Sozialen Arbeit angeboten.
Projektseite entschwört

so erreichen
sie uns

Mobile Beratung gegen
Rechtsextremismus Berlin (MBR)

Anschrift
Gleimstraße 31 – 10437 Berlin

Postfach
PF 580 350 – 10413 Berlin

 

Schreiben Sie uns
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Mo – Fr 11:00 – 16:00
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Fax
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