PM: Statement zum Projektstart des Open Arts Hub Berlin

Berlin, 28. Februar 2025.

Die beiden Projekte Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) sowie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin e.V. begrüßen die Zusammenarbeit mit der neugeschaffenen Anlaufstelle „Open Arts Hub Berlin – Strategien gegen Antisemitismus in Kunst und Kultur“. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung erweitern sie das Angebot der Anlaufstelle, deren Arbeit heute auf einer Pressekonferenz der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgestellt wurde.

Bianca Klose, Projektleiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR):

„Angesichts der wachsenden Relevanz dieses Themas braucht eine verantwortungsbewusste Kulturlandschaft mehr denn je Räume für Dialog und Reflexion. Wir freuen uns, den neu geschaffenen „Open Arts Hub“ um die jahrelange Expertise der MBR zu ergänzen, die Berliner Kulturinstitutionen in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus weiterhin zu stärken und mit der gemeinsamen Entwicklung von Kommunikations- und Schutzkonzepten für Veranstaltungen bestmöglich auf  Vorfälle vorzubereiten.“

Julia Kopp, Projektleiterin RIAS Berlin:

„RIAS Berlin sind in den letzten Jahren immer wieder antisemitische Vorfälle in oder gegen Berliner Kultureinrichtungen bekannt geworden. Durch die systematische Dokumentation im Kunst- und Kulturbereich kann RIAS Berlin nun erstmals ein valides Lagebild zeichnen. Mit unserer Expertise unterstützen wir die wichtige Arbeit des „Open Arts Hub“ – zugleich wird die Meldemöglichkeit von RIAS Berlin über diese Vernetzung bekannter gemacht.“

Seit vielen Jahren unterstützt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) die Berliner Kunst- und Kulturinstitutionen bei der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rechtsextremismus, Rassismus und Verschwörungsideologien. Sie bietet individuelle Beratung, entwickelt demokratische Handlungsleitfäden, Haus- und Nutzungsordnungen, Schutzkonzepte und Codes of Conduct und qualifiziert Teams durch Workshops, Seminare und Fortbildungen. Ziel ist es, die Sprech- und Handlungsfähigkeit der Beratungsnehmer_innen zu stärken und  die Sicherheit im Umgang mit konkreten Vorfällen zu erhöhen.

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) wurde 2015 als bundesweit erste zivilgesellschaftliche Anlaufstelle für Betroffene von Antisemitismus ins Leben gerufen. Seitdem hat RIAS Berlin ein stadtweites Meldenetzwerk für antisemitische Vorfälle aufgebaut. Die Dokumentation und Auswertung der antisemitischen Vorfälle ermöglichen es, Politik und Öffentlichkeit auf Antisemitismus aufmerksam zu machen, für aktuelle Erscheinungsformen zu sensibilisieren und Ansatzpunkte für zivilgesellschaftliches Handeln zu erschließen.

+++ Hier finden Sie das Pressestatement als PDF zum Download +++

 


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